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Do, 03.09.2020Frauen genossen Auszeit-Tage

Mit verbundenen Augen einen Baum wiederfinden, eine Partnerinnen-Übung die gut gefiel.

Das schöne Wetter verleitete, alle Mahlzeiten draußen einzunehmen.

Martina Traut begleitete einen Tag die Teilnehmerinnen mit Theorie und Praxis rund um Klangschalen.

Den schweigenden Waldspaziergang bereicherte Andrea Schrimm-Heins mit kurzen Lesungen an schönen Plätzen.

Gabriele Rüsch-Tillmanns und Andrea Schrimm-Heins stellten das Programm der intensiven wie auch erholsamen Auszeit-Tage zusammen. Fotos: ELKiO/ Bärbel Romey

Endlich wieder gemeinsam etwas Gutes unternehmen. Dr. Andrea Schrimm-Heins, Leiterin der Evangelischen Frauenarbeit und Frauenbildungsreferentin der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg bot gemeinsam mit Gabriele Rüsch-Tillmanns, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zwölf Teilnehmerinnen unvergessliche Auszeit-Tage an. 
   
Alles stimmte: Das Programm, das Miteinander, der Ort mit sehr viel Natur umzu und, in diesem Fall auch maßgeblich, das traumhafte Wetter. Dadurch fanden viele der Aktivitäten der Auszeit-Tage im Freien statt – angefangen von der Anreise, am Freitagnachmittag, 27. bis hin zur Abreise, Montagnachmittag 31. August.
    
Die Frauen genossen jeden Moment der Auszeit-Tage im Blockhaus Ahlhorn „Schau! Hör! Riech! Schmeck! Greif! – Lebe! Mit allen Sinnen wahrnehmen“. Das waren zum Beispiel Achtsamkeitsübungen, um sich zu fühlen, Übungen, um die Sinne anzuregen, wie zum Beispiel beim Barfußlaufen oder beim Tasten und Erkennen der Bäume und der Umgebung, das Lagerfeuer am Abend, der Wald-Badetag und der Schweigegang mit Lesungen an schönen Orten. An einem Tag standen Theorie und Praxis rund um Klangschalen im Mittelpunkt.
   
„Ahlhorn ist eine Reise wert“, darüber herrschte Einigkeit, denn etliche Teilnehmerinnen kennen das Blockhaus aus früheren Veranstaltungen, teils sogar zurückliegend bis zur eigenen Konfirmations-Freizeit. Viel Lob gab es dann auch für die beiden Leiterinnen für deren Begleitung der Frauen, die die vier Tage „voll ausgekostet“ hatten. Hervorgehoben wurden u.a. die interessanten und neuen Anregungen, die freie Zeit für Gespräche und Miteinander, das Gefühl, weg vom Alltag zu sein und jederzeit Rückzugsmöglichkeiten nutzen zu können. 
   
„Jede konnte nach Wunsch und Bedürfnis alles oder auch nichts mitmachen“, die Leiterinnen freuen sich: „Es hat so schön geklappt hat, danke, dass ihr auf alles eingegangen seid, es war intensiv und das ist auch anstrengend. Es hat Riesenspaß gemacht.“ 
   
„Es war für alle Frauen eine wunderbare Aus-Zeit“     
 „Es war wunderbar“, so das Fazit von Andrea Schrimm-Heins und Gabriele Rüsch-Tillmanns. „Das waren schöne Tage auch für uns. Die erste größere, mehrtägige Veranstaltung nach Corona, das Experiment ist geglückt. Ich freue mich, das gemacht zu haben!“ 
   
Seit einigen Jahren planen die beiden Leiterinnen gelegentlich Veranstaltungen zusammen. „Unser beider Anliegen, von Frauenarbeit wie auch Gleichstellungsarbeit, ist Empowerment von Frauen, das bedeutet, Frauen unterstützen, ihre Rolle zu reflektieren und in ihren Bezügen zu stützen. Wir haben überlegt, dass es eine schöne Sache ist, sich einmal bewusst mit allen Sinnen auseinanderzusetzen“, erklärt Gabriele Rüsch-Tillmanns. 
   
Andrea Schrimm-Heins ergänzt: „Und für dieses Thema bot sich Ahlhorn an, von der Umgebung bin ich sehr angetan. Denn meine Erfahrung zeigt, dass es ein immer größeres Bedürfnis gibt, Veranstaltungen wahrzunehmen, die in der Natur stattfinden, wo sich bewegt wird. Gut angenommen werden zum Beispiel Radtouren oder Pilgern. Es gibt einen großen Bedarf und das passt hier hervorragend - der Ort und das Bedürfnis, raus zu gehen.“  
   
Wichtig für die Gleichstellungsbeauftragte ist es, dass sich Frauen nur um sich selber kümmern. „Häufig ist es so, dass wir Frauen aufgrund unserer Biografie, insbesondere wenn wir Mütter sind, uns stets um das Wohl anderer kümmern. Mütter bleiben zu Hause, Töchter pflegen die Eltern, diese Sorgetätigkeiten ließen sich endlos fortsetzen.“     
„Hier in Ahlhorn steht nun die Auszeit im Vordergrund. Niemand muss etwas mitmachen, kann entscheiden. Selbsterfahrung und Naturerfahrung stehen im Fokus. Viel Zeit bietet die erzwungene Corona-Zeit, doch anders als diese Auszeit, die sich auf die eigenen Gefühle richtet.  
   
Wichtig sei dabei der Gemeinschaftsaspekt, sich wieder mit anderen austauschen, findet Andrea Schrimm-Heins. Ihre anfänglich Sorge um die Schutzmaßnahmen und Distanz verflog schnell, alles ergab sich und nichts habe gestört. Großer Wert wurde auf die Einhaltung der Richtlinien, den nötigen Abstand sowie den Mund-Nasen-Schutz gelegt. 
   
Vorteilhaft boten die Räume und Außenbereiche viel Platz. „Es war befreiend, mal wieder im Freien singen zu können. Die morgendlichen Andachten waren für alle ein Genuss“, finden nicht nur die Leiterinnen. Auch drinnen konnte durch das große Platzangebot mehr als der nötige Abstand eingehalten werden. Für Frischluft wurde zusätzlich gesorgt. 
   
Parallelen bei Frauen- und Gleichstellungsarbeit
Der Schwerpunkt von Andrea Schrimm-Heins ist die Zielgruppenarbeit und die theologische Arbeit, von Gabriele Rüsch-Tillmanns die politische Arbeit und das Coaching. Es gibt allerdings viele  Überschneidungspunkte in den Arbeitsgebieten, beide Frauen ergänzen sich gut und wechseln sich beim Programm stets ab. „Wir sprechen Frauen jeden Alters an, das ist wunderbar und jede Frau fühlt sich wunderbar mitgenommen.“ Es sei nichts verpflichtend, jede Frau konnte für sich entscheiden, ob sie mitmache oder nicht. „Auszeit-Tage haben durchaus ihre Berechtigung und betreffen Frauen, die das Multitasking in allen Richtungen beherrschen und leben“, findet Rüsch-Tillmanns. 
   
„Wir sind sehr froh, das gemacht zu haben“, bestätigt Andrea Schrimm-Heins. „In Ahlhorn wurden wir gut als Referentinnen aufgenommen, auch die Gruppe fühlte sich hier im Blockhaus in Einzelzimmern gut aufgehoben und haben sich wohl gefühlt.“ 
   
Ein wichtiger Aspekt bei der Kalkulation der Frauenarbeit sei es, möglichst kostensparend und somit bezahlbar für die Frauen zu planen. „Es soll für alle Interessierten möglich sein, sich anzumelden“, ist der Frauenbildungsreferentin ausgesprochen wichtig. 
   
Veranstaltungen der Evangelischen Frauenarbeit
Jährlich bietet die Evangelische Frauenarbeit ca. 25 Veranstaltungen an. Ab dem 2. Halbjahr findet wieder fast alles Geplante statt, bis auf die Veranstaltungen, zu denen üblich mehr als 100 Frauen kommen. So wurde die geplante Kabarett-Veranstaltung ebenso wie der Frauentag ins Jahr 2021 verschoben. In Kürze finden eine Pilgerwanderung und ein Aufenthalt auf Spiekeroog statt, gefolgt von einigen Tagesveranstaltungen in Oldenburg und Rastede. 

Das Programm der Ev. Frauenarbeit steht auf der Internetseite 
https://www.kirche-oldenburg.de/themen/bildung/frauen/

   
Ein Beitrag von Bärbel Romey


Hinweis zur inhaltlichen Verantwortung

Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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